Zeittafel I 1959 - 1975

1959  Gründung der "Burg der Cosuaneten"  als Zusammenschluß der Münchner Gruppen (Bezirk). 
Der Beschluß wurde von der Führerversammlung gefaßt (erster Namensvorschlag war "Hellabrunn", dann fiel die Entscheidung für "Burg der Cosuaneten"). 
Führerin der Burg wird Ebbs.
Der "Stadtrat" der Cosuaneten (Stadtversammlung aller Führerinnen) findet jeden 1. Montag im Monat statt.
Stämme der Burg Cosuaneten: Anderland (Neuhausen); Robben (Schwabing); Eulen (Nymphenburg); Idisen (Sendling); Schwalben (Au); Pochjukon; Murmeltiere (Bogenhausen); Feuervögel (Solln); Goldne Horde.
Größtes Problem ist der Raummangel (erreichbare Heime). Es gibt aber großes Engagement für die Burg und die Bereitschaft zur "Nachbarschaftshilfe" für andere Gruppen.
Bau und Einweihung des ersten Hauses in Immenhausen.
Kriegsgräbereinsatz mit 220 Rovern in Italien vom 25. Juli bis 08. August.

1960 Ab jetzt findet jeden 22. Februar eine Versprechensfeier statt und
an jedem 1. Mai ein Stadtspiel.
Thinking Day: Feier mit allen Münchener Bünden bei den Amerikanern.
Ein Burgfest zum Zwecke der Werbung war ein Fehlschlag, sowohl in der Planung, weil der Termin zu oft verlegt wurde, als auch vom Programm her. Es kamen nur die Eltern der Pfadis und lediglich vier neue Mädchen. Die Aushänge in den Schulen, Durchsagen im Rundfunk und Zeitungsnotizen waren fast umsonst.

1961  Lapplandfahrt (Finnland).
Wichtelmütter-Lager im Bundesheim mit den Themen "Probleme der Wichtel" - Arbeit, Werken, Spiele und Robinsonnachmittage vom 20. bis 27. Mai.
Der "Stadtanzeiger" wird ab jetzt jeden Monat erscheinen. Das Blatt ist kostenlos, nur die Versandspesen werden berechnet.

1962 BDP-Kongreß in Berlin (PSG, BcP, BDP).
Der Ehrenpräsident des Bundes und Mitbegründer der deutschen Pfadfinderei Dr. Alexander Lion (Ali) stirbt.

1963 Meißner-Tag.
Internationales Bundeslager im Bundesheim; großes Lagerfeuer; Wettbewerb der Unterlager.

1964  "Pfadfinderinnen trotz Allem": PTA-Lager im Bundesheim. Kosten: 45 Mark.
Bundeslager. Thinking Day. Türkische und griechische Gastarbeiter nehmen an einem Lager teil.
Führerinnentag in Berlin mit Besuch der Lady Baden Powell in der Kongreßhalle.
Erika Hermes (Hexe) wird Bundesmeisterin ("Schwester Koordinata").

1965  Fratz fährt nach Norrköping (Schweden) als deutsche Delegation.
PTA: Pfadfinderinnen trotz allem-Lager im Bundesheim.

1966  Bundeslager bei Forchheim vom 28. Juli bis 07. August.
Diskussionen bei Bundesthing über das Bundeslager (Teilnehmerzahl 3.000, Gesamtumsatz 80.000 Mark, Defizit trotzdem 12.500 Mark. Bundesfinanzlage sehr angespannt).

1967  Hexe (Erika Hermes) wohnt als Bundesmeisterin im Bundeszentrum in Immenhausen.
Brief von Hartmut Ruprecht ("Trapper") mit dem Titel "Quo vadis BDP". Danach lebhafte Diskussion.
In diesem Thing kann man den Beginn der sich über die nächsten Jahre erstreckenden Auseinandersetzungen, die zum Bruch des Bundes führten, erkennen.

1968 Gespräch der Landesmeisterinnen im Bundesheim; Hauptthema ist die geplante Fusion zwischen Mädchenbund und Jungenbund.
Landesmeisterinnenkonferenz im Bundesheim. Der Bund kündigt die Vereinbarung mit dem Bund Deutscher Pfadfinder über Koedukation. Die Zusammenarbeit soll vorerst ruhen, bis zur Klärung der internen Auseinandersetzungen im Mädchenbund.
Bundeslager (Windrosen-Lager) in Immenhausen mit Fratz, aber ohne Ebbs. Erstes großes Zelt mit Männerbesuch. 
Alle Rangerinnen werden ins Ranger-Unterlager gesteckt. Danach treten fast alle Rangerinnen und Führerinnen aus. Somit gibt es nur noch die Gruppe "Murmeltiere". Die Gruppe "Wichtel" kommt bis zur Fusion zur Burg Cosuaneten.
Tatja gründet die Gruppe Elefanten in Obermenzing. Einer aus der Gruppe, Andi Feldmann, fällt Schnecke bei einem Lager auf. Das Ende von diesem Lied: Die späteren Cosuaneten.
Erstes Treffen der Landesmeisterinnen des Mädchenbundes und der Landesführer des Jungenbundes in Kronberg mit Erfahrungsaustausch, Debatte und Ausschuß zur Frage der Gestaltung des BDP e. V.
Bundesversammlung in Berlin vom 14. bis 17. Juni 1968.
Zwei Mißtrauensanträge gegen den Bundesführer werden zu einem vereint. Ablehnung des Antrags.
Rücktritt des Bundesschatzmeisters Manfred Hornauer sowie des Referenten für Eltern und Förderkreis Peter Jürgen Lüders.

1969 Im Zuge der Studentenrevolution wird auch die Jugendarbeit politisiert. Es kommt zu mehreren Austrittswellen aus dem Bund Deutscher Pfadfinder. Als wichtigste Abspaltung erweist sich die vom BdP.
Das Probejahr der Zusammenarbeit mit dem Bund Deutscher Pfadfinderinnen wird vom Mädchenbund gekündigt.

1970 sollte ein Bundeslager in Berlin stattfinden.

1971 Gründung des BdP.
Rangerkonferenz in Berlin. Hauptthema: Theater.
Lehrgang für Zeltlager und Auslandsfahrten im Bundesheim. Die pädagogische Konzeption wird angenommen.

1972 Bundeslager in Immenhausen.
BdP, DPSG und VCP beschließen, den Ring deutscher Pfadfinderverbände neu zu gründen.
Im März treffen sich VertreterInnen des Mädchenbundes und des Jungenbundes. Sie vereinbaren eine Zusammenarbeit. Deren Endziel ist die Fusion der Verbände.

1973 Treffen der Bundesführungen vom Bund Deutscher Pfadfinderinnen und vom Bund der Pfadfinder im Bundesheim des BDPw zwischen 31. März und 01. April. Themen: BdP-Bundeslager 1974, Zusammenarbeit der Bünde, etwa zur Herausgabe einer gemeinsamen pädagogischen Korrespondenz, eines Handbuches für die Gruppenarbeit usw.
Gespräche über die Verschmelzung der beiden Bünde BDPw und BdP.

1974 Erstes Bula des BdP in Immenhausen. Gemeinsame Rundbriefe.

1975 "Bund Deutscher Pfadfinderinnen" und "Bund der Pfadfinder": gemeinsamer Gilwellkurs für Stammes-/Burg-FührerInnen im Bundesheim des Mädchenbundes (Immenhausen).