Bundeslager "Wegzeichen"
26. Juli - 05. August 1997
bei Cottbus

Bundeslager bei Cottbus

Lagermotto "Wegzeichen"

vom 26.07. bis 5.08.

Spinnertreffen zum Bula

Bula Zeitung Times:
Nr. 1; Nr. 2; Nr. 3; Nr. 4; Nr. 5

Programm der Internationalen Begegnung
Dream Lilia Samoseiko aus Weißrußland
und des Stammes Cosuaneten aus München

Fr. 25.07.
Anreise der Russischen Gastgruppe

Sa. 26.07.
Anreise; Aufbau des Lagers

So. 27.07.
Kennenlernspiele; Unterlagereröffnung; Lagereröffnung;

Mo. 28.07.
Erstellung von Lagerhalstüchern (zuschneiden und Batikarbeiten)
Führung durch das Lager
Stammesabend mit Vorstellungsspielen und Erzählungen

Di. 29.07.
Koordination der Programmwünsche
Besichtigung von Cottbus
Offner Abend

Mi. 30.07.
Lagerbauten (Erstellung von Tischen, Abfallbehälter, Notizbrett, Briefkasten, Schuhständer)
Wanderung um den See mit Erläuterung der Geologischen und Historischen Bedeutung der Landschaft
Vorbereitung des Internationalen Abends

Do. 31.07.
Tagesausflug nach Berlin mit deutsch Russischen Übersetzers

Fr. 1.08.
Herstellung von Käse (Ricotta und Mozarella anschließende gemeinsame Verkostung)
Basteln von Jurtenschmuck (Kerzenständer, Jurtenbahnausschmückung)
Stammessingeabend (Russische acapella Soli)


Sa. 2.08.
Aus Materialien der Umgebung einen Bogenbauen
Teilnahme an einer AG fotografieren
Besichtigung des Lagers mit dem Aussichtskran
Gemeinsame Erstellung eines Abendessens mit 3 Gängen

So. 3.08.
Lagergottesdienst
Besuchertag Präsentation Landestypischertrachten
Diskussion mit Einheimischer Bevölkerung
Großer Abschlußabend mit Nachtwanderung
Russische Performance

Mo. 4.08.
Lagerabbau
Wiederherstellung des ursprünglichen Zustandes des Lagerplatzes
Unterlagerabschlußabend

Di. 5.08.
Zusammenpacken der einzelnen Sachen
Abreise

 

Bula mit Weißrussischen Gästen

Wir, der Stamm Cosuaneten vom BdP aus München, hatten auf dem Bundeslager in Cottbus eine Gruppe Weißrussischer Pfadfinder zu Gast.
Sie vermittelten uns stets ein lebendiges Bild von Ihrer Kultur. Wir saßen oft gemeinsam am Lagerfeuer und sangen uns gegenseitig Lieder vor. Einmal luden sie uns auf ein typisches weißrussisches Gulasch ein. Anfänglich auftretende Konflikte aufgrund der unterschiedlichen Auffassung von Pfadfinderei und der Sprachbarriere, konnten wir gemeinsam und humorvoll lösen, so daß am Ende von dem Lager viele neue Freundschaften entstanden waren. Am letzten Tag tauschten wir unsere Gastgeschenke aus, damit wir stets eine Erinnerung an die gemeinsam Verbrachten Tage haben.
Ein Sprachkundiger hätte sicherlich einige Probleme verhindern können (zum Glück konnte eine Gastpfadfinderin gebrochen Englisch). Eine große Hilfe wäre es auch für uns gewesen, wenn bereits im Vorfeld ein stärkerer Informationsaustausch über die Gewohnheiten der Gastgruppen stattgefunden hätte.
Auch im musischen Bereich fand eine Konstruktive Zusammenarbeit statt. Dabei zeigte es sich, daß die Russen kräftige acapella Gesänge präferieren, während unsere Spezialität vielfältig gitarrenbegleitete Lieder sind. Leider scheiterte das gemeinsame Projekt der Erstellung eines gemeinsamen Liederbuches, da die kyrillische Schrift von uns nicht in lateinische Schrift transferiert werden konnte und die Kopiermöglichkeiten im Lager sehr eingeschränkt waren.
In der handwerklichen Fähigkeit erwiesen sich vor allem die älteren Russen als sehr geschickt. Es gelang uns zusammen ein großes Lagertor zu errichten und einen Burggraben zu erstellen. Dazu entstand noch ein großer Mittagstisch, sowie eine Schuhablage und eine Lagerinformationstafel.
Aufgrund persönlichen Einsatzes und Kontakte hat es zum Glück doch noch geklappt, daß Sie trotz Visum - Problemen doch noch an dem Lager teilnehmen konnten. Bei besseren Vorkenntnissen Ihrer Lebensweise und Ihrer Pfadfinderei hätten wir unser Programm - Angebot besser auf Ihre Bedürfnisse abstimmen können. Ein etwas größer finanzieller Rahmen hätte uns im Bezug auf die Programmgestaltung wesentlich mehr Möglichkeiten offen gelassen.
Leider werden wir in Zukunft nicht mehr die Möglichkeit haben, so ein treffen dieser Art zu wiederholen, was eigentlich notwendig wäre, da wir jetzt erst die notwendigen Kenntnisse haben, um uns von vornherein richtig auf deren Gepflogenheiten einzustellen. Am besten wäre es, wenn man das Austauschprogramm über einen längeren Zeitraum hinweg fortsetzten und mehrere Treffen ermöglichen würde, was aber von beiden Gruppen sehr viel Energie und Einsatz erfordert.
Die Möglichkeit auf diese Weise Kontakt zu ausländischen Pfadfindern zu bekommen, sollte auf jeden Fall in Zukunft weiter bestehen bleiben, obwohl wir es begrüßen würden, wenn wir solche Aktivitäten etwas spontaner gestalten könnten.

hoerby