An Ostern mit dem 35-Mark-Ticket von München nach Schweden, nur eine Woche bleiben, und trotzdem viel Spaß haben????

- Sippe Sairon hat es 1997 möglich gemacht!

Also, alles hat damit angefangen, dass ... träum´... fantasier´... schwelg´ dahin ... um 6.50 Uhr der Zug aus München in PAF am Bahnhof einfuhr und uns, d. h. Basti und meiner Nichtigkeit, ein bekannter Kopf namens "hoerby" mit einem breiten Grinsen entgegen winkte. Ja, so fing alles an, und wir waren uns auch schon ziemlich einig, dass die Fahrt genial werden wird .... 
Nun, wie wahrscheinlich bei allen Wochenendaktionen mit der DB war es auch an diesem wieder brechend voll, aber "hoerby", wie sollte es anders sein, hatte uns eine Nierensitzgruppe besetzt. OK! 
Nun um den Tag zu verkürzen, denn er ist oder wäre Seiten umfassend, mache ich einen kleinen Sprung (päng!) und erwähne kurz am Rande, dass wir in Gmünd das 1. Mal unseren Zug verpasst haben und somit auch unsere ganzen Anschlusszüge weg waren. Tja, eigentlich muss man im Nachhinein sagen, dass wir sonst wahrscheinlich nie so tolle Bekanntschaften gemacht hätten und wir auch nie Kiel gelandet wären. Kiel?!? 

Ja, also das war so ... irgendwie war es schon zu spät, um in Lübeck Travemünde in die Jugendherberge zu kommen. Nun, darum sind wir dann mit nach Kiel gefahren, um bei Martina, Stella und Jute zu pennen. 
An dieser Stelle sollte man noch kurz anmerken, dass Basti in einem Großraumtaxi (ein Mercedes Kombi mit 7 Sitzen) 18 wurde. Also ... wir haben dann noch ein wenig geplaudert und getrunken und gegessen und ... ja, sind dann schlafen gegangen. 
Gute Nacht! 

Nachdem ich die letzten Tage irgendwie keine Zeit und auch keine Lust gefunden habe, um weiterzuschreiben, mach´ ich einen großen Satz, und lasse ein paar Tage aus. 
Ja, schon gut! Ich schreib´ sie ja noch!!! Aber, ... der heutige Tag  war so ereignisreich, dass ich es nicht versäumen möchte, ihn sofort niederzuschreiben, um auch nichts zu vergessen. 
Also ... (schweif aus ... sabbel ... blubber ... erzähl ... ) wir  sind wieder mal erst um ... äh ... ich glaube um 10.30 Uhr aufgestanden ... immerhin früher als die Tage zuvor, ich finde das gehört an dieser Stelle mal angemerkt. OK! Wo war ich stehen geblieben?!? Ach ja, wir sind aufgestanden, nö, wachgeworden! Und nach einem Cappuccino, Weißbrot mit Marmelade und langem Hin und Her sind wir irgendwann, nämlich genau um 12.10 Uhr aufgebrochen, um zurück nach Svedala zu laufen. 
Irgendwie hat die Verbindung zu den schwedischen Pfadfindern in Malmö nicht geklappt, und hoerby und ich sind zur Touristeninfo geschlappt, um uns nach den ortsansässigen Pfadis zu erkundigen. Wir haben dann irgendeine Adresse und Telefonnummer vor den Latz geknallt bekommen und sind wieder abgetigert. 
Mmh, hoerby war dann der festen Überzeugung, dass die nette Frau im Domhus uns bestimmt helfen kann, weil sie uns am Vortag schon den Weg zur Toilette gezeigt hatte. Wichtig! Ok! Diese nette Frau war dann irgendwie total planlos; und nachdem zwei weitere Verkäuferinnen und eine Kundin um sie herum standen, und wir zwei mitten im Getummel mitmachten, um ihnen die ganze Sache zu erklären, ist sie dann zum Telefon geflüchtet um diesen Tommy Nillson anzurufen. 
Und ... nach 5 Minuten stand ein Pfadfinder vor uns. Fumps! 
Er erklärte uns, dass er allerdings noch bis 16.00 Uhr arbeiten muss, uns dann aber am Bahnhof dieses Kaffs abholt und sich eigentlich wahnsinnig über unseren Besuch freut. Gut! 
Ein Triumphzug für hoerby und mich und noch genug Zeit Mittag zu essen. 
Als der Oberpfadi uns am Bahnhof schließlich abholte (die Züge in dieser Region sind lila?!?) karrte er uns erst einmal in sein Haus und bewirtete uns drei stinkende, müffeligen Pfadis mit O-Saft und After Eight. Er nahm uns mit in das Stammesheim der Pfadfinder, um uns an der Gruppenstunde teilnehmen zulassen. Na-ja, man kann, glaube ich, nicht direkt von Stammesheim reden, ich denke der LV wäre froh, wenn er dieses Material und diese Räumlichkeiten hätte. 
Auch die Gruppenstunde waren in dem Sinne mehr eine Mischung aus Chemie, Biologie und Pädagogik ... allerdings sehr interessant! 
Am Abend wurde uns dann Richard aufs Auge gedrückt, oder besser wir ihm. Er nahm uns mit zu dem  "Landsitz"  dieser Pfadfinder. Eine Art Jagdhütte an einem See mit kleinen Hütten für Sippen im Anschluss. 
Hier verbrachten wir dann die Nacht.  
Es war wahnsinnig gemütlich, Herbie, Richard und ich saßen ziemlich lange vorm Kamin auf Schaffellen und gaben unser Liedgut zum Besten. Basti hat sich leider schon ziemlich früh aufs Matratzenlager verzogen. Schade! Aber es war auch so sehr schön, denn wir versuchten verbissen, auch ohne Bastis Gitarrenspiel Stimmung in die Bude zu bringen. Erfolgreich! 
Gute Nacht! 

Sonntag, 30.03.1997 
Mein Geburtstag! (Basti) 
In der Früh´ einen Kaffee und dann gleich zum Bahnhof. Nach kurzer Beschreibung wussten wir auch, wo das Krankenhaus für hoerbys HWS-Trauma (Hochgradig-Widerspenstiger Sippenführer?) ist. Nach mehreren Stunden im bzw. vor dem KH sind wir Richtung Lübeck-Travemünde gefahren und haben versucht, Trampenderweise auf die Fähre zu gelangen. 
Leider hat das nicht geklappt, und wir mussten uns die Tickets selber kaufen. Nicht sehr teuer aber eigentlich doof. 
Nach einer aufregenden Singleparty auf der Fähre sind wir beim  

Ostermontag, 31.03.1997  
gestrandet. hoerby hat in der Nacht von irgendwelchen fremden Frauen Ostereier geschenkt bekommen. Was das wohl zu bedeuten hatte? OK! Wir sind dann kreuz und quer durch Trelleborg getippelt, um einen Weg Richtung Malmö zu finden. ... gelandet sind wir ein paar Kilometer vor Svedala. Na-ja! Auf der Flucht vor dem ständigen Wind haben wir uns auf einen Hügel (mit dornigen Büschen) niedergelassen und eine Lok aufgebaut. Es gab noch eine Zusammentreffen mit einen Bauern, der uns für verrückt hielt, bei diesem Wetter zu zelten. Übrigens kann man in Schweden Klopapier schnorren! 
Gute Nacht! 

Dienstag, 01.04.1997 
(2 Tage nach Bastis Geburtstag!) 
Gähn ... Irgendwann um 11.00 Uhr sind wir mal aufgewacht, auf einem sonnigen Hügel mit viel Wind .... . 
Nach einem Frühstück mit Cappuccino und Brot, Aufbruchstimmung ... um ca. 13.00 Uhr. 
Urlaub! 
Weiter geht's Richtung Svedala, um etwas einzukaufen und im Wald hinter diesem Kaff zu schlafen. In Svedala ist uns ein Pfadiheim über den Weg gehoppelt ... und das sollte für uns noch von Bedeutung werden. 
In einem schönen lichten Buchenwald haben wir unsere Kohte aufgebaut. 
Am Abend gab es Reis mit Sahne, Mais und T-Fisch zu essen ... als Dessert 4 Kohletabletten für hoerby und mich, was allerdings nicht am Essen lag! 
Ein paar Lieder und dann 
Gute Nacht! 

Donnerstag, 03.04.1997 
Ein ereignisreicher Tag! Wir sind um ca. 9.00 Uhr morgens nach einer lagen Nacht aufgestanden und während ich mir vorm Fenster meine Hose anziehe, lugt ein fremdes Gesicht herein. Magnus - wie uns Richard später vorstellt. Uiih! Frische Brötchen mit Käse und Kaffee. Lecker! Nachdem wir uns die Liederbücher angeschaut hatten, beschließen wir, uns die Steinkreise (Hä!) der Wikinger an der Küste anzugucken. Aber erst ein Abstecher in ein Cafe (es hatte kleine rosa Stühle und neongrüne Tische! Was soll's?) - - - 
also ein Wickingerhaufen * total interessant. Danach - nein davor - also vor dem Cafe haben wir uns ein Schloß angeschaut * auch interessant! 
Magnus hat noch genial für uns gekocht (Nudeln mit Soße, Kassler ... Schmatz! Furchtbar lecker!) 
Magnus ist Künstler, er malt Bilder und gelegentlich stellt er auch in einen Atelier aus. Er hat eine schöne Wohnung ... und eine noch schönere Küchenlampe! Lieber hoerby, lieber Basti, das war ein Wink mit dem Zaunpfahl!!!! 
Klettern! Ja, klettern mussten wir auch noch! Aber hüllen wir dieses Ereignis in einen Mantel des Schweigens!! 
Achja, noch ein Blitzüberfall in irgend einer Pfadiwohnung, lernten wir auch deren Besitzerin kennen * Karin! 
Wir haben nach einigen Liedern und viel Gerede den Schlafsack ausgepackt und sind bei ihr im Wohnzimmer eingeschlafen. 
Gute Nacht! 

Freitag, 04.04.1997 
Unser letzter Tag in Schweden! Frühstück, saubermachen und dann stürmen wir Trelleborg. Magnus zeigt uns noch "wichtige" Sehenswürdigkeiten, ... das Einkaufszentrum, die  "Alkoholapotheke", den Stadtpark mit Schnattergeviech und das Pfadicafe. Um zwei Uhr verabschieden wir uns von unseren schwedischen Pfadfinderfreunden und tigern zur Fähre! 
Wellengang! Erste Kotzgeräusche aus der D-Toilette! Ich war es nicht!!! Nachdem wir im Duty Free Shop (zu) viel eingekauft haben, stranden wir in Rostock. 
Am Rostocker Hbf ließen wir uns die Reiseverbindungen nach München ausdrucken, und machten uns dann erst einmal auf den Weg, etwas von dieser Hafenstadt zu sehen. Nun, nachdem wir ja die ganze Nacht Zeit hatten, konnten wir uns auch die wichtigsten Sachen geben ... die Hauptstraße zum Hafen, eine steife Brise am Hafen und der Burger King beim Hafen. Den Rest der Nacht verbrachten wir in einer Nische am Hbf mit Klampfe und Liedern. In der Nacht lernten wir noch zwei Mädchen aus Dresen kennen (oder war's Leipzig? ... für genauere Infos an Basti wenden!!!), die uns am Morgen noch etwas auf unserer Strecke Gesellschaft leisteten. 

Samstag, 05.04.1997 
Die Zugfahrt ... 
war genauso langweilig und lang wie die Hinfahrt. Mit dem Unterschied, dass wir diesesmal müde waren und die Stimmung doch sehr gedrückt war, wenn man daran dachte, nach solch´ einer wunderschönen Woche wieder in den Alltagstrott zurückzufallen. In Ingolstadt, nein Pfaffenhofen, stiegen Basti und ich aus. Damit war für mich der Urlaub beendet ... aber es war schön!! 

Wuschel 
(Nadine Schreckenberg) 

 

Schweden - Fahrt 1997