Spreewaldfahrt vom 9. bis 22. August 2004


Sippe Triboker und Mohawk

Für die zweite und dritte Ferienwoche war endlich wieder mal eine Großfahrt für die Sippe Mohawk in Sicht. Eine Woche lang wollten wir –zusammen mit der Sippe Tribioker, die wir erst mal in Cottbus bei Dans altem Stamm trafen, den Spreewald zu Fuß unsicher machen, und dann noch für 4 Tage zum Paddeln in das Biosphärenreservat „Spreewald“. Vieles schöne haben wir erlebt...
Auszug aus der Fahrtenchronik:
„5.Tag:
(...Nachdem unser Spähtrupp für uns die Lage ausbaldovert hatte, machten sich Dan, Flo und ich nachts auf, um den Stamm Albatross, der ganz in der Nähe unseres Schlafplatzes ein Lager hatte, zu überfallen:) Letztendlich brachen nachts um halb drei rum nur Flo, Dan und ich auf zum KKG 23 (Kommando Killergürkchen 23). Schon auf dem Hinweg nieselte es leicht. Wir fühlten uns auf der einsamen Straße wie ein Sondereinsatzkommando im Urwald, nur die Tornister und MGs fehlten!! Obwohl wir noch viel kreativere Ideen gehabt hätten –von Jurte besetzen bis in fremder Kohte einen Singeabend veranstalten, - wollten wir doch nur der alten Tradition folgend etwas klauen und dafür Auslöse fordern...
Also leise an den Kohten vorbei, vor der Jurte ein letztes mal tief Luft geholt, vorsichtig aufgeknüpft, tast... tast im Dunkeln; ok. Es ist die Küche, niemand hier! Lampe an- shit, Die Jurten sind miteinander verbunden, Lampen noch mal aus! Aber auch dort niemand... Jetzt erst mal überlegen, was wir überhaupt mitnehmen wollen. Nichts zu gemeines, aber ein bisschen ärgern soll es sie schon! Imme wieder leises Kichern. Letztendlich nehmen wir mit: 2 Töpfe, 1 Ball, 1 Teppich und ALLES Nutella. Beim Nachricht schreiben plötzlich- ein Geräusch!!! Lichter aus, Herzklopfen im Dunkeln. ....Sekunden schleichen vorbei, ok, wir probieren es noch mal!! Dann –fertig!! Endlich, den Brief auf dem Kocher zurücklassend draußen!! Sehr stolz, aufgedreht und übermüdet..... Heimweg im strömenden Regen, dann, endlich, Bett. (Laura)“

Nachtrag: Am nächsten Morgen holte sich der Stamm Albatross sein Material wieder, ohne die Auslöse zu bezahlen. Anstatt das Ganze als ein Spiel und einen Spaß zu verstehen, schienen sie uns persönlich beleidigt gewesen zu sein....

Auch sonst bestanden wir auf dieser Fahrt noch einige Abenteuer, wie den überraschenden Angriff einer Kuhherde, als wir beim Paddeln aus versehen auf einer Kuhweide übernachten wollten (aber Flo und ich haben sie tapfer verscheucht und eingeschüchtert!!), den gemeinen Angriff zahlreicher Krabbel- und Stechviecher, das Fast-Kentern, als Dan und Flo versuchten, auch mal an Land zu paddeln...; alles in allem können wir nur empfehlen, mal im Spreewald zum paddeln zu gehen, da es dort wunder-, wunderschön ist, teilweise kamen wir uns vor, als wären wir ganz alleine in einer verwunschenen Welt wieder aufgewacht, denn wir trafen Stundenlang keine Menschenseele und die Gegend erinnerte uns in ihrer Wildheit an den Amazonas!!

Laura Sippe Mohawk