Großfahrt vom 5. - 16. August 2008
Stockholm - Süd Schweden

Dientag, 5.08.2008 – München, Stockholm Arlanda Flughafen, Knivsta
Die Fahrtengruppe (Michi L., Felix, Dodo, Yannik, Niko, Jonathan, Christopher, Robert, Susi, Sandra, Alison, Hoerby & ich (Kilian))  traf sich am 5.8. am Truderinger Bahnhof, um dann zum Flughafen zu fahren. Dort wurde dann erst einmal das Gepäck aufgegeben und alles lief, wie es sollte. Nach ca. 2 Stunden Flug, in Stockholm angekommen, brach jedoch dann das Chaos aus. Der Rucksack von Alison war verschwunden, was zur Folge hatte, dass Hoerby, Felix und Alison mit der Information verhandelten. Dodo hatte währenddessen nichts Besseres zu tun, als sich weißen Pfeffer in die Augen zu pusten, und zu allem Überfluss war Robert auch noch irgendeine Flüssigseife ausgelaufen.
Nach einiger Zeit und einem Rucksack weniger brachen wir dann endlich auf in Richtung Bahnsteige. Der Zug, den wir erwischen wollten, kam auch fast zeitgleich mit uns am Bahnhof an, der eher einem zwecksentfremdeten Bunker ähnelte.
Nach einer kleinen Zugfahrt kamen wir dann an einem Bahnhof mitten im Nirgendwo an. Es war inzwischen stockdunkel und so machten wir uns schnell auf den Weg. Der Schlafplatz war dann nicht so der Höhepunkt, denn dieser lag direkt an der Zugstrecke und jeder Zug kündigte sich durch ein mittleres Erdbeben an. Aber dies hinderte keinen am Schlafen, schließlich waren alle hundemüde.

Mittwoch, 6.08.2008 – Knivsta,  Pilsbo
Am nächsten Morgen waren alle ein bisschen angeschlagen, denn die Umgebung war nicht besonders schlaffördernd. Also gingen wir erstmal zum nächstgelegenen Supermarkt, wo es erstmal was zu Essen gab.
Anschließend wurde dann noch weitergelaufen, so dass wir am späteren Nachmittag einen eingezeichneten Ort auf der Landkarte erreicht haben, der aber dann doch nur aus drei unbewohnten Häusern und einem Steg bestand. Zumindest lag er aber am See, was alle sehr genossen, da dort erstmal gebadet wurde.
Später wurden die Kohten aufgebaut, Essen gekocht und gegessen. Der darauf folgende Singeabend war sehr schön und wurde zwischendurch von einem Fuchs gestört, der die ganze Zeit zu uns an die Kohten kam.

Donnerstag, 7.08.2008 – Pilsbo, Sigtuna
Der folgende Tag begann normal, erst einmal abbauen und dann ein bisserl wandern. Das Ziel war Sigtuna, eine der ältesten Städte Schwedens. Zwischendurch durfte Felix noch mit inkompetenten Personen verhandeln, die es am Flughafen immer noch nicht geschafft hatten, den Rucksack aufzutreiben.
Es fing am späteren Abend an ein bisschen zu regnen und die Gruppe pausierte an einer Stelle, während Michi und Hoerby einen Schlafplatz suchten. Das Resultat war der Vorgarten eines gewissen Peter, bei dem wir dann nächtigten. Er war sehr freundlich, gab uns Feuerholz, ließ uns in seiner Küche Essen machen, nachdem die Kocher streikten, und gab uns die Möglichkeit, unsere nass gewordenen Sachen zu trocknen.
Und mit einem ordentlichen Abendessen endete dann auch der 3.Tag.

Freitag, 8.08.2008 – Sigtuna
Zur Freude aller hatte Peter für die ganze Gruppe am nächsten Morgen eine Dusche in der örtlichen Schule organisiert.
Frisch gewaschen erkundeten wir in Gruppen Sigtuna. Eine schöne Stadt mit mehreren Museen, die sehenswert sind, und einigen anderen Überbleibseln der Wikingerzeit, die durchaus interessant sind.
Am frühen Abend trafen wir uns wieder und kauften alle zusammen im Supermarkt ein. Auch diese Nacht schliefen wir wieder bei Peter, der an diesem Abend seine Familie (2 Kinder & Frau) und seinen Hund mitbrachte.

Samstag, 9.08.2008 – Sigtuna, Hatuna
Tags drauf ging es dann wieder los und wir wanderten ein schönes Stückchen. Mittags waren alle so kaputt, dass wir an direkt vor einer Art Zugbrücke, die nicht nach oben gezogen, sondern umgeknickt wurde, bei einer sehr freundlich Frau im Garten Mittagschlaf hielten und essen konnten.
Nachdem sich die Gruppe endlich aufgerappelt hatte und weitergelaufen war, kamen wir nach einem kurzen Marsch zu einer Kirche, die aus dem 11. Jahrhundert stammte. Als wir die Personen, die dort gerade ankamen, nach Wasser fragten, wurden wir zu einer Andacht eingeladen, sodass wir 17 Personen waren, von denen 6 eigentlich nur da sein sollten.
Die Andacht war recht schön und auf Schwedisch, daher haben wir recht wenig verstanden.
Genächtigt haben wir im Vorgarten des Pfarrers, der nicht zuhause war. Auch an diesem Abend gab es einen Singeabend.

Sonntag, 10.08.2008 – Hatuna, Balsta
Am folgenden Morgen wurde ein bisschen länger geschlafen als sonst. Trotzdem brachen wir auf  und liefen dann ein ganz ordentliches Stück, um am Abend an einem Ort mit Zuganbindung anzukommen. Trotz der Zuganbindung war in diesem Ort absolut nichts los. Wir bauten die Kohten ein kleines Stückchen außerhalb auf, von wo aus zwei zum Einkaufen los­gegangen sind. Am späteren Abend sind noch mal welche losgezogen, um Wasser zu holen. Zu diesem Zeitpunkt kam auch eine ganze Menge Wasser von oben.

Montag, 11.08.2008 – Balsta, Stockholm, Södertälje
Früh morgens liefen wir alle zur Bahnstation, wo wir den Zug nach Stockholm genommen haben. Am Stockholmer Bahnhof angekommen, wurde es Zeit Abschied zu nehmen. Ein Teil der Gruppe (Michi L., Christopher, Yannik, Alison) flog jetzt schon nach München zurück. Vorher besichtigten die vier aber noch kurz Stockholm.
Der Rest der Gruppe fuhr noch mal eine gute Stunde mit dem Zug weiter bis zu einer Endstation. Dort machten wir erst einmal eine Pause, während Dodo und Hoerby in ein Informationszentrum gingen.
Das Resultat war, dass wir bis zum Abend in einem Schwimmbad waren und dann noch Kontakt zu örtlichen Pfadfindern aufnahmen, die auf einem recht großen Lager waren. Trotzdem kamen Eltern von einer Pfadfinderin, die unser Gepäck zu ihrem Stammesheim fuhren, wo wir dann auch hingelaufen sind und übernachtet haben. Das Stammesheim bestand im Übrigen aus drei Containern, die man eigentlich nur als Baracken bezeichnen konnte. Diese standen auf einer ungemähten Wiese nahe eines Sees und das ein ganzes Stück außerhalb, hinter dem Gewerbegebiet eines Dörfchens.

Dienstag, 12.08.2008 – Södertälje, Stockholm, Södertälje,
Am nächsten Tag stand dann Stockholmbesichtigung an. Also fuhren wir mit der Bahn wieder nach Stockholm, wanderten erst zu einer Touristeninformation, dann wieder zurück zum Bahnhof, wo wir unser Gepäck einschlossen. Wir teilten uns in Gruppen auf und erkundeten Stockholm.
Stockholm ist eine sehenswerte Stadt, die sich auf 16 Inseln verteilt. Die Altstadt ist wunderschön und trägt mit dem Rathaus, Kirchen und Königspalast zu einem stimmungsvollen Stadtbesuch bei.
Als wir uns wieder trafen, erfuhren wir, dass wir doch nicht auf das Pfadfinderlager konnten wie wir es eigentlich vorhatten. Also mussten wir wieder zurückfahren und unsere Kohten im Stadtpark neben dem Schwimmbad, in dem wir am Tag zuvor gebadet hatten, aufbauen.

Mittwoch, 13.08.2008 –Södertälje,  Hökmossen
An diesem Morgen klappte das Aufstehen nicht so ganz. Wir blieben den halben Tag in der Kohte liegen und taten gar nichts.
Am späten Nachmittag liefen wir trotz der allgemeinen Ermüdung zum Bus und fuhren mit ihm ein ganzes Stück mit. Am Bahnhof, wo wir ausstiegen, kauften wir erst einmal ein. Danach ging’s zu Fuß weiter. Da wir aber noch zwei Kisten mitschleppen mussten, kam es uns gerade recht, dass uns völlig unerwartet ein Bus noch ein Stück mitnahm. Und so kamen wir dann bei Dämmerung am Lagerplatz an, bauten auf und gingen nach dem Abendessen sofort schlafen.

Donnerstag, 14.08.2008 – Hökmossen , Hökmossenbadet,
Da wir am folgenden Tag Kanu fahren wollten, sind wir recht früh aufgestanden und zum vereinbarten Treffpunkt gegangen, was nicht wirklich weit war. Dort angekommen gab es erst einmal Frühstück, dann kam der Vermieter mit den Kanus und wir paddelten ein paar Proberunden und verluden das Gepäck, sodass es dann auch schon bald losgehen konnte.
Das Paddeln fand ich recht einfach, andere dagegen hatten große Probleme. Daher kam die komplette Gruppe auch nicht sehr weit. Daher mussten wir schon bald wieder anlegen, an einer Stelle, wo ein kleines Holzhäuschen stand, in dem man übernachten konnte.
Also haben wir erst einmal Mittag gegessen. Nachher sind dann ein paar Leute zurückgeblieben und haben auf das Gepäck aufgepasst und andere sind weitergefahren, um ohne große Umstände, abgesehen vom Wetter, noch mal ein schönes Stück des Sees zu erkunden. Am Abend übernachteten wir in dieser Holzhütte.

Freitag, 15.08.2008 – Hökmossebadet, Märsta
Am nächsten Morgen haben wir die Bootgruppen umstrukturiert. Danach kamen wir auch wesentlich schneller voran. Wir erreichten den ausgangs Punkt, wo wir die Boote bekamen und machten dort erst einmal eine Pause und kenterten ein paar Mal mit den Booten.
Als wir unsere Pause beendet hatten, die Boote abgegeben und wir Aufbruch bereit waren, liefen wir erst einmal wieder zurück zur Busstation, fuhren dann zum Zug, mit dem Zug weiter zu einer anderen Station, von wo aus wir zum nächst besten Lagerplatz gingen. Die ganze Fahrerei hat drei Stunden gedauert!
Nachdem die Kohten aufgebaut waren, beendeten wir auch noch den letzten Abend auf dieser Fahrt in gemütlicher Runde.

Samstag, 16.08.2008 – Märsta, Stockholm Arlanda Flughafen
Am nächsten Morgen gingen wir zur Busstation und fuhren zum Flughafen, wo wir das Gepäck abgaben, den Dodo zurücklassen mussten und nach Hause flogen. (Dodo hatte kein Ticket; dafür Felix zwei; und die Lufthansa war nicht in der Lage dies umzubuchen; also musste ein neues Ticket für einen späteren Flug gekauft werden.)
Und so ging dann am Münchner Flughafen unsere Fahrt zu Ende.

Kilian

 















































Allgemeine Infos über Scheden

Abflug: 05. AUG, 19:35 Uhr
Ankunft: 21:40 Uhr
Flugdauer: 2:05 Std.
Flugnr.: LH 3022

 

Rückflug für einen Teil der Gruppe:

Abflug: 11. AUG, 16:15 Uhr
Ankunft: 18:25 Uhr
Flugdauer: 2:10 Std.
Flugnr.: LH 3019

Rückflug für den Rest:

Abflug: 16AUG, 11:50 Uhr
Ankunft: 14:00 Uhr
Flugdauer: 2:10 Std.
Flugnr.: LH 3015